Pro Aktiv Saale Region – CI Guide, Webauftritt und Social Media

Netzwerk ProAktiv Saale-Region – ein Traumprojekt für Mediengestaltung mit Sinn.

Manche Aufträge sind mehr als ein Auftrag.

ProAktiv Saale-Region ist für mich so ein Projekt.

Ohne diesen Auftrag hätte ich mich wahrscheinlich nicht zu dem Zeitpunkt selbstständig gemacht, an dem ich es schließlich getan habe. ProAktiv war damit nicht nur eines der Projekte, die ich als Designerin umgesetzt habe. Es war ein Stück weit auch der Anfang meines Weges in die Selbstständigkeit.

Umso mehr bedeutet mir die Marke heute.

Eine Marke für Beteiligung und Vernetzung

ProAktiv ist ein Innovationsprojekt, das Menschen, Initiativen und Vereine in der Saale-Region zusammenbringt. Es geht um Beteiligung, gemeinschaftliche Ideen und darum, demokratisches Engagement vor Ort sichtbar und erlebbar zu machen.

Seit 2025 richtet sich das Netzwerk dabei besonders an junge und vielfältige Zielgruppen.

Für mich als Gestalterin war die Aufgabe deshalb spannend: Wie kann man diese Idee sichtbar machen? Wie kann eine Marke gleichzeitig regional, offen, lebendig und zugänglich wirken?

Aus einer Idee wird eine visuelle Identität

Die Gestaltung beginnt für mich nicht mit der Frage, wie ein Logo aussehen soll. Am Anfang steht die Frage, was eine Marke erzählen möchte.

Bei ProAktiv waren Regionalität, Bewegung und Vernetzung wichtige Ausgangspunkte.

Das Logo greift diese Gedanken auf. Die schwungvolle Form verbindet Elemente von Hügeln und Wasser und nimmt damit Bezug auf die Landschaft der Saale-Region. Gleichzeitig vermittelt die Form Bewegung und Dynamik.

Auch die Farbwelt und Typografie wurden darauf abgestimmt und zu einem eigenständigen visuellen Erscheinungsbild zusammengeführt.

Aus dem Logo wurde so eine komplette visuelle Identität – mit definierten Logovarianten, Farben, Schriften und Anwendungen.

Eine Marke muss funktionieren, nicht nur gut aussehen

Ein Brand Guide schafft dabei die Grundlage für einen einheitlichen Auftritt.

Für ProAktiv habe ich deshalb die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten der Marke dokumentiert – von Printprodukten und Geschäftsausstattung bis hin zu digitalen Anwendungen, Social Media und der Website.

So kann die Marke auch dann konsistent eingesetzt werden, wenn unterschiedliche Menschen und Medien mit ihr arbeiten.

Und dann ist da noch die andere Seite

Während ich diesen Beitrag schreibe, bekommt das Projekt für mich noch eine ganz andere Bedeutung.

Die aktuellen Kürzungen im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ stellen auch viele Projekte und Strukturen vor große Unsicherheiten. Für ProAktiv bedeutet das nach aktuellem Stand, dass die Finanzierung über das Jahresende 2026 hinaus voraussichtlich nicht fortgeführt werden kann.

Das ist besonders bitter, weil solche Projekte Zeit brauchen.

Zeit, um Netzwerke aufzubauen.
Zeit, um Vertrauen zu schaffen.
Zeit, damit aus Ideen tatsächlich Beteiligung entstehen kann.

Und auch eine Marke braucht Zeit, um sichtbar zu werden und sich in den Köpfen der Menschen zu verankern.

Ein Projekt, das bleibt

Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich dieses Projekt nicht einfach als abgeschlossenen Designauftrag betrachten kann.

ProAktiv war für mich persönlich ein Anfang. Es hat mir Vertrauen in meine eigene Arbeit gegeben und einen wichtigen Impuls für den Schritt in die Selbstständigkeit gegeben.

Und unabhängig davon, wie es mit dem Projekt selbst weitergeht, bleibt die Marke als sichtbares Stück dieser Arbeit bestehen.

Für mich ist ProAktiv deshalb mehr als ein Corporate Design. Es ist die Erinnerung daran, dass Gestaltung Teil von Veränderung sein kann – und dass hinter einer Marke immer Menschen, Ideen und Geschichten stehen.

Diese Geschichte wollte ich festhalten.

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